HBOL
Wiehengebirgsverband
2017

500 Jahre Reformation
Heimat-Jahrbuch
Osnabrücker Land 2017

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KHBB mit ehrgeizigen Zielen

Werner Hollermann zum Ehrenmitglied ernannt

Lothar GradeEngagierte Heimatfreunde wurden bei der Jahresabschlusstagung geehrt: Franz Buitmann (von links), Lothar Grade, Werner Hollermann und Jürgen Schwietert. Foto: Georg Geers

gg Bersenbrück. Die Delegationen der Heimatvereine des Altkreises Bersenbrück haben sich zum traditionellen Kohlessen des Kreisheimatbundes (KHBB) im Saal Hilker getroffen. Kein Stuhl war leer, als der KHBB-Vorsitzende Franz Buitmann mit dem Musikverein Rote Heide die musikalischen Begleiter des Abends vorstellte.

Mit dem Umbau und der Neugestaltung des ehemaligen Kreismuseums habe sich der KHBB gemeinsam mit dem Landkreis das ehrgeizige Ziel gesteckt, den Fortbestand des Museums mit einer neuen Konzeption zu einem attraktiven Besuchermagnet zu machen. Für diese Bereitschaft, die die Stadt Bersenbrück nach Kräften unterstütze, so Bürgermeister Christian Klütsch, sei die Kommune dem KHBB zu großem Dank verpflichtet. Mit dem Museum, so Lars Pfeilsticker vom Vorstand der Kreissparkasse, verfüge Bersenbrück über einen „Schatz im Kloster“. Nach Kräften wolle sich die Kreissparkasse daran beteiligen, diesen Schatz für Bürger und Besucher „zum Glänzen zu bringen“.

Claus Peter Poppe, Bürgermeister der Samtgemeinde Artland, wie auch der stellvertretende Bürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück, Michael Johanning, ermutigten die Heimatfreunde, ihren Weg, Traditionen zu bewahren und neuen Herausforderungen offen gegenüberzustehen, weiter zu forcieren. Auf die konstruktive Zusammenarbeit mit dem KHBB ging der Vorsitzende des Heimatbunds Osnabrücker Land (HBOL), Jürgen Eberhard Niewedde, ein.

Sich intensiv für den Erhalt der plattdeutschen Sprache einzusetzen, dazu rief der Schatzmeister des Wiehengebirgsverbandes, Hubert Meyer, auf. Nicht untätig auf diesem Gebiet war der KHBB in den vergangenen Jahren – und auf Plattdeutsch stellte dessen stellvertretender Vorsitzender mit „Sommertiet“ eine weitere Plattdeutsch-CD vor, auf der neben den Driewers, dem Kiddychor Merzen, dem Neuenkirchener Cäcilienchor oder den Voltlager Dorfmusikanten mit musikalischen Parts auch eine Reihe plattdeutscher Geschichten mit Autoren der Region vertreten seien. Auch im neuen Heimatjahrbuch, das Tim Wagemester vorstellte und das sich als Themenschwerpunkt mit dem Strukturwandel auf dem Lande befasse, seien eine Reihe plattdeutscher Beiträge enthalten.

Zum neuen Ehrenmitglied des KHBB wurde Werner Hollermann ernannt. 31 Jahre lang war er Vorsitzender des Heimatvereins Bippen, engagierte sich im Verein für Natur, Umweltschutz, Archäologie und Geschichte. Ebenfalls seit Jahrzehnten leitet er jeweils am 1. Mai die Frühwanderung durch die Maiburg. Mit Lothar Grade zeichnete Buitmann einen weiteren emsigen Mitstreiter im KHBB aus. Besonders bei der Verteilung und Bereitstellung von heimatlichem Schrifttum engagiere sich Grade bereits seit vielen Jahrzehnten im Bersenbrücker Heimatverein und seit nunmehr 30 Jahren im KHBB.

Nach schmackhaftem Grünkohl mit Pinkel, Brühwurst, Kassler und Rippchen stellte der stellvertretende Vorsitzende des gastgebenden Heimatvereins Bersenbrück, Manfred Kalmlage, in einem Filmbeitrag die Veranstaltung „Reggae Jam“ vor und erläuterte anhand von Lichtbildern auch einige Aktivitäten des Heimatvereins. Auf die Veranstaltungen des Kreisheimatbundes wies Franz Buitmann abschließend hin: Frühwanderung in der Maiburg (1. Mai), Tag des Wanderns (14. Mai), Sternwanderung (3. Juni), Offenes singen (15. Juli), Studienfahrt (5. August), Tag des offenen Denkmals (9. September), Kreisheimattag (15. September), Bücherbörse im Kreishaus (27. September) und Jahresabschlusstagung mit Grünkohlessen (16. November)

 

SCHWERPUNKTTHEMA „STRUKTURWANDEL“

Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land in Melle präsentiert

heimatjahrbuch-Vorstellung2018

Das neue Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land 2018 präsentierten (von links nach rechts)
Eberhard Niewedde, Franz-Josef Heidemann, Johannes Brand, Rainer Drewes, Reinhard Scholz,
Franz Buitmann, Uwe Plaß, Burkhardt Fromme und Tim Wagemester. Fotos: Sigrid Sprengelmeyer

spr Melle. Am Donnerstagnachmittag wurde im Automuseum Melle das neue Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land 2018 vorgestellt.

Der Kreisheimatbund Bersenbrück und der Heimatbund Osnabrücker Land luden zu dieser Präsentation. Das Schwerpunktthema des neuen Bandes ist der Strukturwandel im Landkreis Osnabrück. Uwe Plaß, Mitarbeiter aus dem Redaktionsteam, gab einen eindrucksvollen Abriss zu diesem Buch. Der Meller Plaß machte es spannend und jeder Gast wurde neugierig auf das Werk, das er in Händen hielt.

Verkehrsentwicklung
Die Verkehrsentwicklung und der Ausbau der Infrastruktur von Straßen und Schienen machten die weitere Entwicklung des ländlichen Raumes erst möglich und sind ein zentrales Thema des Bandes. Ebenso spielt die Elektrifizierung der ländlichen Gegenden im Buch eine wichtige Rolle.

Neben dem Schwerpunktthema „Strukturwandel“ finden aber auch andere Bereiche darin viel Platz. Geschichtliche- und archäologische Beiträge, Natur- und Umweltthemen gehören ebenso zum Repertoire wie Texte in plattdeutscher Sprache“, so Plaß. Sympathisch gab er zu, dass er bei diesem Thema jedoch außen vor sei, da er kein Wort verstehen würde.

Kulturschatz
Die Herausgabe dieses Jahrbuches ist die Erste in Zusammenarbeit mit der Druckerei Rasch aus Bramsche. Melles Bürgermeister Reinhard Scholz sagte: „Die Heimatjahrbücher gehören als Kulturschatz in jeden Haushalt“. Eberhard Niewedde vom Heimatbund Osnabrücker Land betonte, dass das Jahrbuch in seinen Beiträgen ausgewogen sei mit Texten aus dem Nord- und Südkreis.

Abschließend gab Franz Buitmann, Vorsitzender des Kreisheimatbundes Bersenbrück, den Gästen etwas zum Nachdenken mit auf den Weg: „Die Bedeutung „Heimat“ hatte lange ihren Stellenwert verloren. Jetzt in dieser schnelllebigen Zeit kehren wir dorthin zurück und besinnen uns auf den Ort, an dem wir zuhause sein können.“ Die Vorstellung des Heimatjahrbuches wurde an einem Platz ausgerichtet, der als Synonym für Strukturwandel steht - dem Automuseum -. Ein Heimatjahrbuch das neugierig macht auf mehr.

ALTES KULTURGUT PFLEGEN

Plattdeutsche Runde aus Buer erhält Gedächtnispreis

Von Conny Rutsch

Fredemann plattdeutsche-runde-17

Jürgen-Eberhard Niewedde und Jürgen Schweitert übergaben die Urkunde an: Werner Wessler, Heinrich Grottendieck, Karl Bussmann, Walter Bußmann und Hermann Klesser (von links), hinten Dieter Finke-Gröne. Foto: Conny Rutsch

Buer. Jeden dritten Sonntag im Monat treffen sie sich und pflegen „een aulet Kulturgout“. Dieses alte Kulturgut lebt von Erinnerungen und vielen spannenden Themen. Die Plattdeutsche Runde des Vereins Traktoren und historische Landmaschinen Grönegau-Buer e.V. wurde am Sonntag mit dem Wilhelm-Fredemann-Gedächtnispreis in den Räumen des Vereins auf dem Bergsiek in Meesdorf geehrt.

Die gerahmte Urkunde mit der Würdigung um die Verdienste der plattdeutschen Sprache übergaben Jürgen-Eberhard Niewedde, Vorsitzender des Heimatbundes Osnabrücker Land, und Jürgen Schwietert, stellvertretender Vorsitzender des Kreisheimatbundes Bersenbrück. Und die Gründungsmitglieder der Plattdeutschen Runde nahmen sie entgegen: Heinrich Grottendieck, Walter Bußmann und Werner Wessler sowie Hermann Klesser und Karl Bußmann.

Nachwuchs fehlt
Als eine renommierte Auszeichnung bezeichnete Jürgen-Eberhard Niewedde den Fredemann-Gedächtnispreis „und er wird heute zum 35. Mal verliehen“, sagte er. Jürgen Schwietert gratulierte in „meinem etwas anderen Platt“ des Nordkreises. Er bedauerte, dass der Nachwuchs fehle, die plattdeutsche Sprache weiterzutragen und appellierte mit Blick auf Dieter Finke-Gröne an die Politiker, in die Räte auch Plattdeutschbeauftragte zu holen. Der Ortsbürgermeister hatte den Heimatdichter Wilhelm Fredemann selbst noch erlebt, der im Hause Behrens in Buer zusammen mit Agnes Miegel und Hermann Claudius – Urenkel von Matthias Claudius – und anderen Autoren zu Dichterrunden zusammentraf.

Über alte Zeiten erzählen
Die Laudatio auf die Geehrten sprach Elisabeth Benne aus Bad Rothenfelde als 1. Vorsitzende des Plattdeutschen Förderkreises in der Region Osnabrück e.V. „Plattfoss“. „220 Themen hat die Plattdeutsche Runde seit ihrer Gründung 1996 durchgenommen und pflegt ein altes Kulturgut“, betonte sie. Auch um Berichte für örtliche Zeitungen sowie Plattdeutsch-Ags in Schulen habe sich die Runde gekümmert. Aber auch sie merkte an: „Unser Freund Plattdeutsch ist richtig krank“. Zum Gedenken an den Namensgeber des Preises las Hermann Klesser eine Geschichte von Wilhelm Fredemann.

Vor dem gemeinsamen Kaffeetrinken und der Preisverleihung hatte Werner Wessler den Nachmittag gestaltet, wie es in der Plattdeutschen Runde üblich ist. Es wird gelesen und später sind die „Vertellers“ an der Reihe. Dann sind alle gefragt, über die alten Zeiten zu erzählen. Am Sonntag waren es Geschichten rund um das Einkellern von Gemüse und das Schlachten, die wie in alten Zeiten auf plattdeutsch humorvoll und nachdenklich stimmend erzählt wurden. Wie schon zweimal zuvor begleitete Karl Bußmann am Akkordeon auch das plattdeutsche Abendlied zum Ende des Nachmittags.

 

Franz Buitmann bleibt Vorsitzender des KHBB

Kreisheimattag und Mitgliederversammlung in Nortrup

Kreisheimattag Nortrup 2017

Der Vorstand um Franz Buitmann (Neunter von links, hier mit den Gästen des Kreisheimattages) führt weiter die Geschicke des Kreisheimatbundes Bersenbrück. Foto: Bernard Middendorf

mi Nortrup/Altkreis Bersenbrück. Franz Buitmann bleibt weiter Vorsitzender des Kreisheimatbundes Bersenbrück (KHBB). Das haben die Mitglieder während des Kreisheimattages beschlossen. Gastgeber war der Heimatverein Nortrup.

Vor der Versammlung hatte eine von Helmut Brunneke gut vorbereitete Busfahrt durch die Gemeinde Nortrup mit Besichtigung von Sehens- und Erhaltenswertem, Baudenkmälern und Gewerbegebiet die Teilnehmer vereint.

„Gemeinsam viel bewegen“ – unter diesem Motto stand die Veranstaltung, eröffnet von Franz Buitmann, der sich nach seiner Begrüßung beim Gastgeber Heimatverein Nortrup bedankte. Pastor Bernd Schreinecke- von Clausewitz verband mit dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse den Appell, mutig auch neue Räume zu durchschreiten und an keinem „wie an einer Heimat zu hängen“, bevor der Musikverein Nortrup viel Beifall für sein Repertoire kassierte. Landtagsabgeordnete Filiz Polat (Denkmalschutzausschuss des Landtages) sagte zu, sich für die Anliegen des KHBB weiterhin einzusetzen. Landtagsabgeordneter Christian Calderone lobte „einen starken Partner: Wir brauchen die Bünde.“ Auch Susanne Tauss (Landschaftsverband Osnabrücker Land), Ulrich Gövert (Wiehengebirgsverband Weser-Ems), Ulrich Wienke (Heimatbund Osnabrücker Land) der Kreissparkassenvorstand, Niedersächsischer Heimatbund (NHB) und ein Vertreter des Kulturbüros des Landkreises Osnabrück entrichteten Grußworte.

Markante Punkte aus dem Jahresbericht, der den Delegierten vorlag, führte Franz Buitmann auf, darunter Kreisheimattag 2016, offenes Singen, Studienfahrt nach Zutphen/Holland, Kohlessen, Maiburg-Früh- und Sternwanderung zur neuen Aussichtsplattform nach Ankum-Tütingen entlang des „Bersenbrücker-Land-Weges“, für den der KHBB jetzt eine Landkarte anbietet, die Winfried Meyer präsentierte.

Der Jahresbericht listet zahlreiche Aktivitäten wie Mitarbeit im Niedersächsischen Heimatbund und am Projekt „Sommerflimmern“, Gründung eines Kuratoriums zur Neustrukturierung des Kreismuseums sowie Mitveranstalter beim Niedersachsentag 2016 auf. Am Tag des offenen Denkmals, der Vergabe des Heimatpreises, der Vorstellung des Heimatjahrbuches 2017 und der Regionalen Bücherbörse war man beteiligt. Eine ausgeglichene Kassenlage hatte Carla Markus vorzuweisen.

Neuer Geschäftsführer

Bei den Vorstandswahlen bestätigten die Mitglieder den Vorsitzenden Franz Buitmann und seine Mannschaft im Amt. Einzige Änderung: Manfred Kalmlage übernimmt die Aufgabe des Geschäftsführers von Winfried Meyer. Der wiederum ist neuer Schriftführer und folgt auf Martin Joseph.

Herbert Schuckmann kritisierte den Beschluss einer vom Finanzamt empfohlenen Satzungsänderung. Ulrich Göverts Appell für die geplanten Plattdeutsch-Beauftragten als „Kümmerer“ in jeder Kommune fand viel Zustimmung, ehe Helmut Brunneke einen spannenden Vortrag über Aktivitäten und Ziele des Heimatvereins Nortrup sowie Attraktionen in der Gemeinde hielt.

 

Schlösser, Herrenhäuser und ein „hungriger WolfHünnefeld

Tag des offenen Denkmals auch im Landkreis am 10. September

Im Schloss Hünnefeld in Bad Essen fand die Eröffnungsfeier des diesjährigen Tags des offenen Denkmals für den Landkreis Osnabrück statt. Foto: Jürgen Krämer

pm Osnabrück. Unter dem Motto „Macht und Pracht“ lädt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz am 10. September bundesweit alle Interessierten zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals ein. Für den Landkreis Osnabrück findet die Eröffnungsfeier um 11 Uhr im Schloss Hünnefeld in Bad Essen statt.

Der Heimatbund Osnabrücker Land und der Kreisheimatbund Bersenbrück laden ein in die mit Gräften umgebene barocke dreiflügelige Schlossanlage mit angrenzendem Wirtschaftshof und Taubenturm. Kooperationspartner ist der Landkreis Osnabrück. Im Anschluss an die Feierstunde besteht die Möglichkeit, an einer Führung durch Privatmuseum, Landschaftspark und Ruheforst teilzunehmen.

Architektur und Kunst drücken seit jeher den Wunsch ihrer Erbauer, Erschaffer und Auftraggeber aus, Schönheit, Wohlstand, weltliche und religiöse Machtansprüche abzubilden. Dies geschieht durch Form- und Materialwahl, den Einsatz von Technik und Technologien, die Art der künstlerischen Ausgestaltung mit Farben, Motiven und Ornamentik, den gewählten Bauplatz und die Qualität der eingebundenen Baumeister, Architekten, Künstler und Handwerker. Der Tag des offenen Denkmals 2017 soll die Besucher anregen, sich mit den vielfältigen Ausdrucksformen von „Macht und Pracht“ in allen relevanten Bereichen von Architektur- und Kunstgeschichte bewusster auseinanderzusetzen.

 

Wie wird Papier gemacht? Studienfahrt des Kreisheimatbundes

Studienfahrt 17

Interessiert lauschten die Bersenbrücker Heimatfreunde im Westfälischen Freilichtmuseum Hagen den Ausführungen zur Papierherstellung. Foto: Franz Buitmann

pm Altkreis Bersenbrück. Ziele der diesjährigen Studienfahrt des Kreisheimatbundes Bersenbrück (KHBB) unter Leitung des Vorsitzenden Franz Buitmann waren das Westfälische Freilichtmuseum in Hagen und die Stadt Arnsberg im Sauerland.

Um die Themen „Bütte, Presse, Langer Draht“ ging es bei der Führung im Freilichtmuseum in Hagen. Wie wird Papier gemacht? Was ist eine Linotype? Und woraus wurden Mülltonne, Wischeimer und Badewanne hergestellt, als es noch keinen Kunststoff gab? In diesem Teil des Museums erfuhren die Besucher Interessantes über die Technik und Geschichte der Papierherstellung und der Druckverfahren.

Im Freilichtmuseum konnten die Heimatfreunde die Geschichte der Nutzung von Wasserkraft als Energiequelle erfahren. Insgesamt widmet sich das Westfälische Freilichtmuseum Hagen der Geschichte des Handwerks und der Technik in Westfalen.

Weiter führte die Fahrt zur Stadt Arnsberg im Sauerland, die sich historisch bedeutsam präsentiert, gelegen im Seendreieck Möhne, Sorpe und Henne. Der gut erhaltene historische Ortskern liegt, schon von Weitem sichtbar, auf einem Bergrücken in einer Ruhrschleife. Nach der Stadtführung bestand noch Gelegenheit zu eigenen Unternehmungen. Die Rückfahrt wurde für einen Abendimbiss im Hof Möller in Ladbergen unterbrochen.

Plattdeutsche Platte präsentiert

Kreisheimatbund Bersenbrück stellt neueste CD mit Liedern und Erzählungen vor

CD Sommertied

Präsentieren die neue CD „Sommertiet“ des Kreisheimatbundes Bersenbrück: Franz Buitmann, Jürgen Schwietert, Georg Geers und Ulrich Gövert (von links). Foto: Erika Schwietert

Der Kreisheimatbund Bersenbrück (KHBB) hat beim offenen Singen auf dem Hof Gövert in Döthen mit „Sommertied in’n Bessenbrügger Lande“ seine neueste CD präsentiert. Darauf sind Lieder und Erzählungen in plattdeutscher Sprache zu hören.

pm Eggermühlen. Damit entstand unter der Regie des stellvertretenden Vorsitzenden Jürgen Schwietert das fünfte Werk zum Erhalt der heimischen Mundart. Die Ursprünge dieses Projektes gehen auf das Jahr 2009 zurück. Damals beschloss der KHBB, die Dialektik der plattdeutschen Sprache im Einzugsgebiet des KHBB zu erfassen.

Es gelang seinerzeit, Professor Jörg Peters von der Universität Oldenburg zu gewinnen. Schwietert erinnerte, dass mithilfe der Wenker-Sätze eine breite Palette von Ausdrücken ermittelt wurden. Das Ergebnis dieser Erfassung ist im Internet nachzuschlagen. Aus diesen Anfängen heraus entstand die Idee, mit der Produktion von CDs in plattdeutscher Sprache dafür Sorge zu tragen, dass diese fast nur noch von Bürgern mit langer Lebenserfahrung gesprochener Wortschatz erhalten bleibt.

Zunächst entstand „Lustern un Schmüstern“, in der Heimatdichter Geschichten aus dem Bersenbrücker Land lesen. Es folgten „Wiehnachtstiet“, „Späuk- un Füergeschichten“, „Freujaohr“ und nun eben „Sommertiet in’n Bessenbrügger Land“. Zahlreiche Musikformationen, darunter „De Driewers“ und die „Beekenquakers“ sowie interessierte Freunde der heimischen Mundart beteiligten sich. Mit dem titelgebenden Lied „Sommertiet von den Driewers“ und weiteren 17 Titeln kann der Hörer auf der jüngsten CD auf mehr als 64 Minuten Musik und Sprache in Plattdeutsch zugreifen.

Sophia Gissing, Hildegard Tölke, Anita Glandorf, Maria Joseph, Cäcilia Oeker, Peter Börs, der Kiddychor Merzen und der Kirchenchor St. Cäcilia Neuenkirchen, begleitet von den Voltlager Dorfmusikanten, sind weiterhin mit ansprechenden Texten rund zum Thema Sommer zu hören. Die „Sommersönnendage“ reflektierte Gissing. Und dass „Goarnarbeit döstig moket, war auch schon bekannt, aber so noch nicht. Sommerspaziergang und Arentiet, Sünnenvoagel und Gewitterluft sowie Regenbogen werden lebendig.

Die CDs, von „Wiehnachtstiet“ inzwischen in zweiter Auflage, sind über den Kreisheimatbund zu beziehen und demnächst im örtlichen Buchhandel zu erhalten. Zum Abschluss der Reihe sollen noch die fehlenden Jahreszeiten erfasst werden. Mit einem Dank an die Stiftung der Kreissparkassen und dem Landschaftsverband Osnabrücker Land sowie dem Tonstudio Kulturfabrik und dem Medienpark in Ankum für ihre Unterstützung endete Schwietert.

Er bittet schon jetzt interessierte Personen, die Geschichten zum Herbst oder Winter in plattdeutscher Sprache haben und sie auf Tonträger sprechen möchten, sich zu melden.

Weitere Informationen gibt es bei Jürgen Schwietert unter der Telefonnummer
05901/1459 oder per E-Mail unter j.e.s@t-online.de

Musizieren, wo der Wald rauscht

Offenes Singen des KHBB in Döthen

Offenes Singen danach 2017

Singen unter alten Eichen: Ingrid Berling-Wesselkämper (mit Akkordeon) hatte die musikalische Leitung beim offenen Singen des KHBB auf dem Hof Gövert in Eggermühlen-Döthen. Foto: Erika Schwietert

jesc Eggermühlen-Döthen. Volkslieder schallten weithin hörbar durch Döthen. An die hundert Freunde des Gesangs hatten sich auf dem Hof Gövert eingefunden. Zum traditionellen offenen Singen des Kreisheimatbundes Bersenbrück (KHBB) hatte erstmals der Wiehengebirgsverband Weser-Ems eingeladen.

Die musikalische Leitung lag in den Händen von Ingrid Berling-Wesselkämper, die die Sänger auch mit dem Akkordeon begleitete. Sie hatte das Unterhaltungsorchester Arkade mitgebracht von der Kreismusikschule Osnabrück, das mit flott gespielten Musikstücken den Nachmittag auflockerte.

Ulrich Gövert hatte den Hof seiner Familie für das Sängertreffen zur Verfügung gestellt. Wenn er nicht gerade ein Notenblatt in Händen hält, wandert der Mann aus Döthen gern. So leidenschaftlich gern, dass er zum Präsidenten des Wiehengebirgsverbandes Weser-Ems aufgestiegen ist, der sich im Westen Niedersachsens um das Wandern kümmert.

„So eine Kulisse wie hier haben wir noch nicht erlebt. Wo kann man besser singen als hier unter den alten Eichen“, begrüßte KHBB-Vorsitzender Franz Buitmann die Gäste, unter ihnen eine Abordnung des Baumbergevereins aus dem Münsterland und Ehrenmitglied Walter Brockmann.

Gastgeber Gövert stellte Döthen als Ort aus altsächsischer Zeit vor. Der Namen gehe vermutlich auf „Theotenem“ zurück und bedeute „wo der Wald rauscht“ oder „wo Hornrufe erschallen“. „Das passt heute noch, glaube ich “, betonte Gövert.

In der Pause gab es eine Kaffeetafel mit Kuchen, den Gastgeberin Maria Gövert und ihre Nachbarinnen gebacken hatten. Dort stellte der Kreisheimatbund auch seine neue CD „Sommertied in’n Bessenbrügger Land“ vor aus der Reihe „Lustern un schmüstern“.

Ein Anlaufpunkt in markanter LandschaftBand schneiden

Aussichtspavillon im Rahmen der
KHBB-Sternwanderung eingeweiht

gg Ankum-Tütingen „Man sieht den alten Handelsort Ankum, wie auf einem Silbertablett vor sich“. So beschrieb ein Teilnehmer der KHBB-Sternwanderung gestern den Blick von der neuen Aussichtsplattform am Krähenberg. Im Beisein von über hundert Teilnehmern, die die markante Stelle in Tütingen auf sechs Routen angesteuert hatten, erfolgte die offizielle Einweihung der neuen Anlage. Empfangen wurden die Wander- und Radwandergruppen dort von den Jagdhornklängen der Bläsergruppe

Im Beisein von zahlreichen Ehrengästen durchschnitten Franz Buitmann und der Vorsitzende des Heimatverein Ankum Erwin Küdde (3.u.4. v.r.) das Absperrband bei der offiziellen Übergabe des Aussichtspavillons.

des Hegerings Ankum.  - Fotos: Georg Geers

Der dreieckige Pavillon am Rand des „Starter Holzes“, der in den vergangenen Wochen auf einem aufgeschütteten Hügel errichtet wurde, so der Vorsitzendes des KHBB Franz Buitmann, möge nicht nur Wanderern und Radlern als Rastplatz dienen sondern soll vielmehr auch einen weiteren Informationspunkt am Bersenbrücker-Land-Weg darstellen. Buitmann danke den Planern, den an der Bauausführungen beteiligten Unternehmen und nicht zuletzt den Geldgebern, vornehmlich der Sparkassenstiftung, die sich mit beträchtlichen Mitteln an der mit 70.000 Euro veranschlagten Baumaßnahme beteiligt hatten. Mit Volksliedern unterhielt der Musikverein „Rote Heide“ die Teilnehmer der Sternwanderung während der Einweihungsfeier.Bürgermeister

Als einen neuen markanten Punkt in der Bauerschaft Tütingen bezeichnete Ankums Bürgermeister Detert Brummer-Bange den Pavillon. Gern habe sich die Gemeinde Ankum dazu bereiterklärt, die Pflege der Anlage zu übernehmen. Den hohen Stellenwert des Wandern und damit verbunden auch das Anlegen von geeigneten Informations- und Rastplätzen hob der Präsident des Wiehengebirgsverbandes Ulrich Gövert hervor. Einen Tag Wandern bedeute acht Tage Gesundheit, so sein Credo.

An dem Aussichtspavillon geben mehrere Tafeln textlich und bildlich Aufschluss über die Entstehung der Landschaft rund um die Ankumer Berge, der Erholungssuchende heute bescheinigen, sie sei eine der schönsten in Weser-Ems. Nicht immer teilten Zeitgenossen diese Meinung. So ist auf eine der Tafeln folgendes Zitat des Philosophen und Predigers J.G Hoche zu lesen, der die Region im Jahre 1800 durchwanderte und dann vermerkte:  „Der ganze Strich Landes gehört zu den schlechtesten Deutschlands. Man glaubt in den Steppen Sibiriens zu seyn, wenn man die Haiden durchwatet. Alles ist öde und still, nicht ein Vogel singet sein Morgenlied und ergößet das Ohr des Wanderers. Die Schöpfung scheint hier noch unvollendet zu seyn.“ sternwZuschauer

Die Wanderer, die sich dem Aussichtspavillon auf zwei Routen, von der Kirche in Merzen und vom Marktplatz in Ankum aus, auf Schusters Rappen genähert hatten, waren da ganz anderer Meinung. Ebenso die Teilnehmer einer weiteren Wandergruppe, die Franz Feldkamp vom Parkplatz am Krähenberg auf einen acht Kilometer langen Rundkurs durch die Bauerschaften Starten und Grovern führte. Aber auch die Radwanderer, die am Kirchplatz in Eggermühlen, bei der Feldmühle in Bersenbrück und beim Heimathaus in Schwagstorf gestartet waren, teilten die Ansicht des Besuchers ganz und gar nicht, der vor gut 200 Jahren in unserer Region unterwegs gewesen war.

Mehrere hundert Teilnehmer der Sternwanderung verfolgten die Einweihung des Pavillons

Wie viel die Region zu bieten hat, zeige nicht nur die jährlich steigenden Urlauberzahlen, die den sanften Tourismus in der Region als Erholungsfaktor entdeckt haben, sondern auch die vielen Kleinode, die sich in der Region Ankum und besonders rund um den Krähenberg dezent verbergen. Zahlreiche Großsteingräber auf dem Giesfeld, das ganz in der Nähe gelegene Steinwerk am Meyerhof in Westerholte, eines der ältesten Wehrbauwerke im Kirchspiel, seien da nur einige Beispiele, so der stellvertretende Landrat Werner Lager.

Brockmann
Konzipiert von Judith Franzen und Bodo Zehm von Kreis- und Stadtarchäologie werden den Besuchern auf den schon genannten Infotafeln neben Geologie und Fauna unter anderem auch Aufschlüsse über die Grabungen an der Ankumer Kirchenburg vermittelt.

Mögen sich an diesem Platz viele Menschen treffen, sich austauschen und sich an der Natur erfreuen, so Pastor Ansgar Stolte, der die Weihe der Anlage vornahm.

Aber nicht nur landschaftlich hat die Region etwas zu bieten. Die Erbsensuppe, die den Wandern und Radlern bei ihrer Ankunft auf dem Gelände des gegenüber der Aussichtsplattform gelegenen Gaststätte „Grüner Wald“ kredenzt wurde, verdiente das Prädikat „besonders lecker“.

Bei jeder Sternwanderung dabei: Das 93jährige Ehrenmitglied des KHBB Walter Brockmann aus Bramsche


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Den 1. Mai mit traditionelleFrühwanderung 2017r Frühwanderung begrüßt

Hotel Maiburger Hof als neuer Startpunkt

Foto: Franz Buitmann

pm Bippen. „Es ist eine längst lieb gewonnene Tradition, dass der Kreisheimatbund Bersenbrück zusammen mit dem Heimatverein Bippen am 1. Mai zur Frühwanderung in der Maiburg bei Bippen einlädt. Auch am Montag war das nicht anders.

„Ohne diese Wanderung schon um 6 Uhr in aller Frühe kann es nicht Frühling werden“, sagte der Vorsitzende des Kreisheimatbundes Bersenbrück (KHBB), Franz Buitmann, bei seiner Begrüßung vor dem Hotel „Maiburger Hof“ in der Ortsmitte Bippens. Er freue sich, dass neben den wieder in großer Zahl anwesenden Heimat- und Wanderfreunden aus dem Altkreis auch Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken, der Bürgermeister von Bippen, Helmut Tolsdorf, und der Präsident des Wiehengebirgsverbandes Weser-Ems, Ulrich Gövert, es sich nicht hatten nehmen lassen, an der Wanderung durch die Maiburg teilzunehmen. Nachdem das „Alte Forsthaus“ nicht mehr als Gaststätte diene, habe der KHBB als Start und Ziel nun das Hotel „Maiburger Hof“ gewählt.

Von hier aus ging es dann auf eine zweistündige Wanderung zunächst durch den Bahnhofsbereich in Bippen und weiter durch die schon zum Teil ergrünte Maiburg. Der Ehren-Vorsitzende des Heimatvereins Bippen, Werner Hollermann, gab unterwegs Infos zur Natur, Historie, Geologie und Forstwirtschaft dieser Waldungen. Durch einige neu angelegte Treppen, die die sogenannten „Tangen“ – Bachläufe überwinden helfen, sei die Begehbarkeit der Wege verbessert worden. Weiter informierte er, dass die Nadelhölzer der Waldung auf Dauer immer mehr durch Buchen ersetzt werden sollen. Abgeschlossen wurde die Wanderung mit dem Lied „Der Mai ist gekommen“.

Franz Buitmann wies abschließend noch darauf hin, dass die Sternwanderung des Kreisheimatbundes am 18. Juni die neue Aussichts-Plattform in Ankum-Tütingen zum Ziel haben werde. Anschließend waren alle Teilnehmer zum Frühstück in das Hotel „Maiburger Hof“ eingeladen.

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Projekte:

Ein KHBB-Arbeitskreis bereitet die „Schulgeschichte des Altkreises Bersenbrück – Teil II“ auf.
Das Erscheinen des Buches wrd für Ende 2017 angestrebt.

 

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Deutscher Wanderverband
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Kurzbeschreibung

Das neue Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land  hat als Schwerpunktthema den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturwandel im Osnabrücker Land seit dem 19. Jahrhundert.

 Strukturwandel im
19./20. Jahrhundert in Landwirtschaft, Handwerk, Gesellschaft

2016-002

Hof-und Familiengeschichte
Heimat-Jahrbuch
Osnabrücker Land 2016