HBOL
Wiehengebirgsverband
2017

500 Jahre Reformation
Heimat-Jahrbuch
Osnabrücker Land 2017

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Jahresabschluss - Kohlessen, Wilhelm-Fredemann-Gedächtnispreis

Kreisheimattag Pastorengang, KHBB Mitgliederversammlung,

Tag des offenen Denkmals, Studienfahrt

Offenes Singen, Deutscher Wandertag

Sternwanderung, Frühwanderung

Arbeitstagung, Kreismuseum, Projekte

 

Der Heimatpreis des KHBB und des HBOL wurde am 28. Dezember 2016
im Heimathaus Gehrde an die Musikgruppe “Beekenquakers” für die
langjährigen Verdienste um die Pflege heimatlichen Liedgutes verliehen.


Jahresabschlusssitzung Kreisheimatbund BSB

Das zu Ende gehende Jahr war für den Kreisheimatbund Bersenbrück (KHBB) mit viel ehrenamtlicher Arbeit verbunden

KHBB Jahresabschlusssitzung Alfhausen 1bn Zum Abschluss des Jahres lädt der Kreisheimatbund Bersenbrück (KHBB) traditionell zur Jahresabschlusssitzung, verbunden mit einem Grünkohlessen, ein. In diesem Jahr folgten rund 200 Heimatfreunde und Gäste der Einladung in das Hotel Sauerland in Alfhausen.
Eingestimmt wurden die Teilnehmer durch flotte Weisen des Musikvereins „Rote Heide“ Bersenbrück unter der Leitung von Werner Geppert, der auch noch die Überleitung zum Kohlessen musikalisch begleitete. KHBB-Vorsitzender Franz Buitmann führte in seiner Begrüßung aus, die Veranstaltung solle ein Dankeschön an alle Mitgliedsvereine, Kommunen, Institutionen und Einzelmitglieder sein. Sie alle unterstützten die ehrenamtliche Arbeit des KHBB in verschiedenster Weise. Getreu dem KHBB-

Der Musikverein „Rote Heide“ Bersenbrück unter der Leitung von Werner Geppert unterhielt bei der Jahresabschlusssitzung des Kreisheimatbundes Bersenbrück (KHBB) die Besucher mit flotten Weisen

Motto „Gemeinsam viel bewegen“ habe man in vielen Bereichen der Heimatpflege tätig sein können. Auch für das kommende Jahr seien neben den Hauptveranstaltungen bereits mehrere Projekte und Aktivitäten ins Auge gefasst worden, auch sie seien nur gemeinsam zu bewältigen.
Der KHBB werde seine Arbeit in bewährter Weise fortsetzen.
Für den gastgebenden Heimatverein Alfhausen stellte Vorsitzender Konrad Niers in seiner Begrüßung kurz die Geschichte und Arbeitsschwerpunkte des Vereins vor. Das Heimathaus, die alte Schmiede, Wanderschutzhütten und ein kleines Museum im Heimathaus sind besondere Objekte, ein Heimat-Archiv im Gemeindebüro ist vorbildlich geführt.
Ausgegeben wurde das neue Heimat-Jahrbuch 2017, Schriften des KHBB konnten an diesem Abend erworben werden, auch einige Mitgliedsvereine boten Literatur an.
KHBB Jahresabschlusssitzung Alfhausen 2In seinem Grußwort betonte Andre Berghegger, MdB, die Bedeutung der Heimatbünde und ihrer Mitgliedsvereine in Zeiten der Globalisierung. Das volle Haus zeige, dass das Interesse an der Arbeit des KHBB ungebrochen hoch sei. Das Grünkohlessen sei eine gute Tradition und auch ein Stück regionaler Identität. Berghegger lobte die Heimatbünde, dass sie das Reformations-Jubiläum im neuen Heimat-Jahrbuch 2017 aufgriffen. Das Thema verweise auf die christliche Tradition, trotz aller Unterschiede in den einzelnen Religionen komme es auf die gemeinsamen Werte an, es gelte, Toleranz walten zu lassen.
Christian Calderone, MdL, verwies auf ein Wort von Herder „Heimat ist, wo ich mich nicht erklären muss“. Die Heimatbünde seien in ihrer Heimatpflege vorbildlich, dies zeige sich nicht zuletzt auch in der Denkmalpflege. Mit ihrer

Mehrere Ehrengäste würdigten im voll besetzten Saal Sauerland in Alfhausen auf der Jahresabschlusssitzung des Kreisheimatbundes Bersenbrück (KHBB) die ehrenamtliche Arbeit des Verbandes

Arbeit bewahrten sie den Charakter der Region, sie übernehmen Aufgaben für die Region und stellten sich auch kritischen Themen, so in Fürstenau, beim Gedenken an die Pogrom-Nacht. Die Heimatvereine seien Bewahrer des Vergangenen, gestalteten die Gegenwart und sorgten sich um die Zukunft.
Stellvertretender Landrat Werner Lager dankte den Heimatbünden für ihre ehrenamtliche Arbeit, sie füllten das Ehrenamt tatkräftig aus. Es bestehe eine enge Zusammenarbeit, so bei der Herausgabe des Heimat-Jahrbuches, der Pflege der Historie und dem Mitmachen bei aktuellen Projekten oder bei der Neustruktur des Kreismuseums.
Samtgemeindebürgermeister Horst Baier lobte die lebendige Heimatarbeit des KHBB, er vermittle Identität im Altkreis Bersenbrück und engagiere sich auf vielen Gebieten der Heimatpflege. Die Samtgemeinde habe das „Jahr der Vereine“ als Schwerpunkt, Heimat verändere sich ständig, da seien Heimatvereine als Orte des sich Zuhause-Fühlens zunehmend wichtig. Alfhausens Bürgermeisterin Agnes Droste betonte, Heimat sei für jeden Menschen wichtig, man könne auch eine neue Heimat finden und neue Wurzeln schlagen. Die Sprache vor Ort, Sitten und Bräuche, aber auch das regionale Essen vermittelten Heimat. Vor allem Menschen nach Flucht und Vertreibung seien auf Heimat angewiesen. Bramsches stellvertretender Bürgermeister Jürgen Kiesekamp stellte fest, heimatverbundene Menschen seien „geerdet“ und fest in der Tradition verwurzelt. HBOL-Vorsitzender Jürgen-Eberhard Niewedde betonte die gute Zusammenarbeit der beiden Heimatbünde unter dem Motto „Getrennt marschieren - vereint schlagen“. Schließlich sagte Sparkassen-Direktor Bernd Heinemann von der Kreissparkasse Bersenbrück dem KHBB weitere Unterstützung für seine wertvolle ehrenamtliche Arbeit zu.
Nach dem leckeren Grünkohlessen zeigte KHBB-Vorstandsmitglied Manfred Kalmlage einige historische Filmausschnitte aus dem Bestand des KHBB. So wurden Bilder vom Erntedank 1958 in Alfhausen, von den Anfängen des Alfsees, vom Holzschuhmacher Wesselkamp, der ehemaligen Kleinbahn mit ihrer letzten Fahrt und der folgenden Gleismontage sowie dem Wiederaufbau der Kirche in Menslage und den dortigen Kriegsgräberstätten  gezeigt.
KHBB-Vorsitzender Buitmann gab eine Übersicht zu den geplanten Projekten des KHBB: Der Aussichts-Pavillon am Bersenbrücker-Land-Weg in Ankum – Tütingen geht voran, die Schulgeschichte des Altkreises Bersenbrück, Teil II, wird erarbeitet, eine Rad-Variante zum Land-Weg ist konzipiert, eine weitere Plattdeutsch-CD „Sommertied“ ist in Arbeit, historische Filme des KHBB werden digitalisiert, die Neustruktur des Kreismuseums wird vom KHBB intensiv begleitet und das Heimat-Jahrbuch 2018 geht in Arbeit. Weiter bat der Vorsitzende um Beiträge für die Zeitungsbeilage „Am heimatlichen Herd“.
Abschließend gab der KHBB-Vorsitzende die Termine der Hauptveranstaltungen 2017 bekannt: Frühwanderung in der Maiburg (HV Bippen) am 1. Mai, Tag des Wanderns (Deutscher Wanderverband) am 14. Mai, Niedersachsentag des NHB (Samtgemeinde Artland-Quakenbrück) 19./20. Mai, Sternwanderung (Verein und Ziel noch offen) am 18. Juni, Offenes Singen (WGV/Döthen) am 16. Juni, 117. Deutscher Wandertag (DWT-Eisenach/Thüringen) 26. – 31. Juli, Studienfahrt am 6. August, Tag des Offenen Denkmals am 10. September, Kreisheimattag mit Mitgliederversammlung (HV Nortrup) am 16. September, Bücherbörse im Kreishaus Osnabrück am 28. Oktober und Jahresabschlusssitzung mit Kohlessen (HV Bersenbrück) am 17. November.

Die Folkgruppe „Driewers“ aus Bramsche erhielt den diesjährigen „Wilhelm-Fredemann-Gedächtnispreis“ der beiden Heimatbünde im Landkreis Osnabrück

Im jährlichen Wechsel vergeben die beiden Heimatbünde im Landkreis Osnabrück, der Kreisheimatbund Bersenbrück (KHBB) und der Heimatbund Osnabrücker Land (HBOL), den „Wilhelm-Fredemann-Gedächtnispreis“ für besondere Verdienste um die plattdeutsche Sprache. In diesem Jahr war der KHBB vorschlagsberechtigt und schlug die Bramscher Folkgruppe „Driewers“ vor. Zu der Gruppe gehören Dr. Rainer Drewes, Günther Kruse-Joachim, Peter Börs, Alfred Figura, Helmuth Kohn und Moncef Zorgati. Die Überreichung des Preises erfolgte im Tuchmacher-Museum Bramsche. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Musikgruppe selbst.
DieDriewersKHBB-Vorsitzender Franz Buitmann hielt die Laudatio. Der Preis ist benannt nach dem Lehrer und Schriftsteller Wilhelm Fredemann, geboren 1897 in Neuenkirchen bei Melle und hier gestorben im Jahre 1984. Fredemann bewirtschaftete nach dem Ersten Weltkrieg neben seiner Lehrertätigkeit in Neuenkirchen auch den väterlichen Hof, dessen Alleinerbe er nach dem Soldatentod seiner beiden Brüder war. Von 1946 bis 1963 leitete er die Realschule Neuenkirchen. Als Ortsheimatpfleger veröffentlichte er eine Anzahl volks- und heimatkundlicher Schriften für Neuenkirchen. Bekannt wurde er vor allem durch seine umfangreiche literarische Arbeit, die Romane, Novellen und niederdeutsche Lyrik umfasste. Unter anderem gehörte er zu den Begründern des niederdeutschen „Bevensen-Kreises“.
1990 gründete Rainer Drewes die Folkloreband „Driewers“ (hochdeutsch „Treiber“), nachdem er viele Jahre lang bereits mit den „Rekers“ niederdeutsche Folklore gemacht hatte. Die Beschäftigung mit der eigenen Kultur war ihm bei Besuchen in Irland gekommen. Warum nicht die eigene Sprache und insbesondere das Plattdeutsche musikalisch umsetzen, in den 70iger Jahren noch ein relativ neuer Gedanke.
Drewes schwebte vor, die althergebrachten, traditionellen Pfade der plattdeutschen Folklore zu verlassen, weg von einer eher besinnlich-betulich klingenden Musik, weg von den Texten, die rückwärts gewandt die Vergangenheit idealisierten. Er wollte sprachlich moderne Texte mit rhythmisch orientierter Musik verbinden und so das Plattdeutsche aus der leicht verstaubten Ecke herausholen und aktualisieren, natürlich auch, um Kinder und Jugendliche anzusprechen und der Plattdeutschen Sprache eine Zukunft zu eröffnen.
Die Begegnung mit dem Ankumer Lehrer Heinz von der Wall auf dem ersten Venner Folkfrühling führte zu einer langen freundschaftlichen Beziehung. Von der Wall, plattdeutscher Schriftsteller von Format, stellte Drewes und den „Driewers“ veröffentlichte und unveröffentlichte Texte zur Verfügung und bearbeitete und übersetzte hochdeutsche und englische Texte von Drewes, die dieser in Noten umsetzte und im wahrsten Sinne des Wortes Lieder aus ihnen machte.
„De Musik röppt“ – noch unter dem Label der „Rekers“, aber bereits mit Musikern der „Driewers“ - präsentierte 1996 die erste Frucht dieser Zusammenarbeit.
Die anspruchsvollen Texte von der Walls, die die Auseinandersetzung mit den Menschen und seinen Unzulänglichkeiten zum Inhalt haben, erklingen nun in rockigen und balladenhaften Melodien (Plattrock). Die Lieder fanden Eingang ins Repertoire anderer Künstler und in die norddeutschen Radioprogramme. In den CDs „Mien stille Tied“ und „Diese Frauen“ wurden weitere Texte von der Walls vertont.
Die „Driewers“ sind der Auffassung, dass gerade das Plattdeutsche sehr genau die Gefühle und die Stimmungen ausdrücken und widerspiegeln kann. Ihre Musik verstehen sie als Beitrag zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der niederdeutschen Sprache. Ihre neue CD „Liekut“ („Geradeheraus“) versammelt die schönsten Lieder von Heinz von der Wall in neuen Arrangements. Der Titel der CD ist angelehnt an das Erzählbuch von von der Wall „De Straten geiht liekut“.
Zu den Gratulanten gehörten Bramsches Bürgermeister Heiner Pahlmann, die Vorsitzende des „Plattfoss“, Elisabeth Benne, die Leiterin des „Plattdeutschen Frühschoppenes“, Sophie Krömker, und der Vorsitzende des HBOL, Jürgen-Eberhard Niewedde.

Spannender Start in den Kreisheimattag

Badberger „Pastorengang“ wurde mutig durchquertKreisheimattag Badb 2016 2

In der Pfarrkirche St. Georg referierte Herbert Schuckmann über das „Doppel-Taufbecken“. Foto: Bernard Middendorf

mi Badbergen. Kreisheimattag 2016 in Badbergen – eine Ehre für den Ort und seinen rührigen Heimatverein. Der Vorstand hatte eine öffentliche Führung nicht nur für Mitglieder des Kreisheimatbundes Bersenbrück (KHBB) organisiert. Herbert Schuckmann wartete mit heiteren wie spannenden historischen Details auf und ging mit der Gruppe sogar das Wagnis ein, den „Pastorengang“ zu durchqueren.

Gewagt war dieses Vorhaben jedenfalls während der Reformationszeit für den andersgläubigen Pastor. Es gab häufig Streit um die Benutzung. Kurze Wege zur Kirche waren ein Vorrecht der „Pfaffen“, und der Pastorengang gehörte dazu. „Der protestantische Pfarrer marschierte direkt am katholischen Pfarrhaus vorbei zur Kirche“, erklärte Herbert Schuckmann. „Sehr mutig“, ertönte ein Zwischenruf.

Am Heimathaus hatte Badbergens Bürgermeister Dietmar Berger die Gäste auch im Namen der Samtgemeinde Artland herzlich willkommen geheißen. „Ökumene funktioniert nur mit Menschen, die sich damit beschäftigen“, spielte er wohl auch auf das Vorbild des in den Reformationswirren seltenen „Simultaneums“ an: die von beiden Konfessionen paritätisch genutzte St.-Georgs-Kirche. Zu der geleitete Herbert Schuckmann, nicht ohne halt an Pfarrhäusern und katholischer St.-Marien-Kirche zu machen. Er gab geschichtlich Bedeutsames, aber auch Dönkes zum Besten. Ein Bauerrichter habe rigoros die Tore am Pastorengang herausreißen lassen, um den Weg wieder öffentlich zu machen, bevor man sich 1866 per Vertrag geeinigt habe. Gemeinsame Geschäfte hätten interessanterweise bei dem konfessionellen Zwist nicht gelitten.

Auch die alte Küsterei, mit Bauholz vom Hof Elting errichtet, wurde besichtigt, ehe Schuckmann in der St.-Georg-Kirche seinen reichen Wissensschatz auspackte. Viele Teilnehmer hörten mit Staunen, dass nicht nur Gebäude,


Die Tagesordnung zur Mitgliederversammlung Jahresbericht zum Kreisheimattag
Heimatverein Badbergen
 

sakrale Gegenstände und Altar einvernehmlich genutzt wurden: Es gab sogar ein gemeinsames, obgleich in zwei Hälften geteiltes Taufbecken. „Ein frühes Zeichen der Ökumene“, wie Schuckmann nicht ohne Stolz auf dieses Jahrhunderte währende Vorbild der Badberger Vorfahren betonte.


Kreisheimatbund ist gut aufgestellt

Kreisheimattag Badb 2016 1bMitgliederversammlung auf dem Hof Elting Bußmeyer in Badbergen

Der Artländer Trachtenbund begeisterte mit einem Tanz aus dem Jahr 1796. Foto: Bernard Middendorf

Erfreuliche Bilanzen bei Kassenlage und Mitgliederentwicklung, ein Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr und flotte Trachtentänze waren nur einige positive Aspekte der Mitgliederversammlung des Kreisheimatbundes Bersenbrück auf dem Hof Elting Bußmeyer in Badbergen. Von Bernard Middendorf

Badbergen. Nach einem musikalisch-tänzerischen Auftakt des Artländer Trachtenbundes eröffnete Franz Buitmann die Versammlung und sprach ebenso Grußworte wie Herbert Schuckmann, Heimatvereinsvorsitzender in Badbergen. Nach dem Gedenken an die Verstorbenen informierte der KHBB-Vorsitzende über die vergangene Periode – in Kurzform, weil der Jahresbericht bereits zugestellt wurde.

Kernpunkte seiner Bilanz: die Mitgliederversammlung 2015 als Gäste des Heimatvereins Ueffeln, Studienfahrt und Frühwanderung am 1. Mai in der Maiburg, die Jahresabschlusstagung in Eggermühlen sowie die Sternwanderung mit dem Ziel Schwagstorf, die von der Beteiligung her noch steigerungsfähig wäre.

Dann sorgte die Trachtengruppe erneut für Vergnügen mit kurzweiligen Erläuterungen durch ihre Leiterin und einer Darbietung des ältesten bekannten Tanzes aus dem Jahr 1796. „Markenzeichen“ unverheirateter junger Männer seien damals eine kurze Jacke und der Dreispitz gewesen: „Auch den Artländer Damen war es immer wichtig, was sie auf dem Kopf trugen.“ Franz Buitmann dankte der Gruppe für „ein Stück gelebter Heimatpflege“.

Geschäftsführer Winfried Meyer trug stellvertretend für Carla Markus den Kassenbericht vor. Erfreulich entwickelten sich Mitgliederzahl, Beitragseinnahmen und Erlöse für das Heimatjahrbuch. Die gute Kassenlage sei beruhigend für fest eingeplante Ausgaben wie das Buch „Schulgeschichte“ und Investitionen für den Bersenbrücker-Land-Weg sowie die Aussichtsplattform in Tütingen, ein Vorzeigeprojekt und Anziehungspunkt. Nach dem Bericht der Kassenprüfer wurden Schatzmeisterin und Vorstand einstimmig entlastet.

Grußworte der Ehrengäste folgten. Werner Lager betonte auch für den Landrat mit Nachdruck, die Arbeit der Heimatverbände sei wichtig für die Kultur einer Region. Lars Pfeilsticker, Vorstand Kreissparkasse Bersenbrück, sagte weitere Unterstützung des Geldinstituts für das Kreismuseum und „eine lange Reihe von Aktivitäten“ zu.

Wiehengebirgsverbandspräsident Ulrich Gövert lobte den KHBB für seine vorbildliche Arbeit, ehe Jürgen Niewedde als Vorsitzender des Heimatbundes Osnabrücker Land auf bekannt humorvolle Art ermunterte: „Weitermachen – und 2017 die gleiche Erfolgsbilanz vorlegen.“

Ein interessantes Referat von Herbert Schuckmann über frühere historische Verhältnisse in Badbergen und über klerikale Kelche – einer davon sogar aus Buchsbaumholz, einer in Pokalform für Zwecke der Absolution aus dem Jahr 1654 – rundete die Versammlung ab.

Großes Lob für Settruper HeimatfreundeDenkmalstag 2016
Eröffnungsfeier zum Tag des offenen Denkmals

Sie setzten die musikalischen Akzente bei der Eröffnungsveranstaltung zum Tag des Denkmals in Settrup: die Settruper Heimatsänger. Foto: Jürgen Schwietert

Ein wichtiger Termin für die Heimatpflege ist der Tag des offenen Denkmals. Im Landkreis wird er an zentraler Stelle durch den Kreisheimatbund Bersenbrück, den Heimatbund Osnabrücker Land und das Kulturbüro des Landkreises eröffnet – dieses Mal in Settrup.
Von Jürgen Schwietert

Settrup. Den musikalischen Auftakt im Festzelt am Heimathaus machten die Settruper Heimatsänger unter musikalische Leitung von Heiner Brante. Die Sänger ließen, moderiert von Ernst Sülthaus, die Settruper Geschichte lebendig werden. Zuvor hatte Franz Buitmann, Vorsitzender des Kreisheimatbundes Bersenbrück (KHBB), die zahlreiche Gäste begrüßt, darunter auch den Leiter des Kulturbüros, Burkhard Fromme. Das Motto des KHBB „Gemeinsam viel bewegen“ passe optimal zum Motto des Denkmaltages „Gemeinsam Denkmale erhalten“. Die Settruper hätten hier mit dem Erhalt des Heimathauses Vorbildliches geleistet. Zudem hätte sie es mit Leben gefüllt.

Wir haben uns sehr gefreut, dass der KHBB diese Veranstaltung an uns vergeben hat“, sagte wiederum der Vorsitzende des Heimatvereins Settrup, Wolfgang Meyer in der Begrüßung. „Diese Veranstaltung des KHBB hier heute nach Settrup zu legen ehrt die Stadt Fürstenau, aber ehrt noch mehr die Settruper Heimatfreunde“, fügte Fürstenaus Bürgermeister Herbert Gans hinzu. „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“, zitierte er den Humanisten Wilhelm von Humboldt. Er forderte dazu auf, Orte der Vergangenheit zu schützen und zu pflegen, denn Tradition heiße nicht Aufbewahren der Asche, sondern weitertragen der Flamme.

Der Bürgermeister der Samtgemeinde Fürstenau, Benno Trütken, ergänzte: „Das Haus nach Settrup zu verlegen war eine enorme Leistung“. Auf die gute Zusammenarbeit der Heimatbünde ging der Landtagsabgeordnete Christian Calderone ein. Denkmalschutz sei eine große Aufgabe, der sich auch die Kommunalpolitik stellen müsse. Der stellvertretende Landrat Werner Lager wiederum merkte an, dass Veranstaltungen so wie in Settrup zum Nachdenken beitrügen. Besonders würdigte er das ehrenamtliche Engagement des Heimatvereins Settrup, der ein baufälliges Doppelheuerhaus von der Ippenburg geholt und hier in Settrup in vorbildlicher Weise wieder aufgebaut habe.

Es mache Spaß, Denkmale zu erhalten, erklärte der Präsident des Wiehengebirgsverbandes, Ulrich Göwert. Er weiß aus seinen Erfahrungen mit der Wöstenesch-Wassermühle, wovon er spricht.

Nach einem weiteren Auftritt der Settruper Heimatsänger skizzierte Wolfgang Meyer, verbunden mit einer Bilderpräsentation, den Werdegang des Heimathauses, angefangen von den letzten Bewohnern über die Zeit des Verfalls bis hin zum Wiederaufbau in Settrup. Heute sei das Heimathaus mit vielfältigem Leben gefüllt.

„Gemeinsam Denkmale erhalten ist ihnen gelungen. Sie haben aus einem Bruchstück ein Schmuckstück gemacht“, betonte der Vorsitzende des Heimatbundes Osnabrücker Land, Jürgen Eberhard Niewedde in seinem Schlusswort. Bei einem Rundgang führte dann Ernst Sülthaus die Gäste durch das Heimathaus.

Studienfahrt des Kreisheimatbundes Bersenbrück (KHBB)
machte die deutsche Geschichte im Haus Doorn/Niederlande lebendig

Zur diesjährigen traditionellen Studienfahrt lud der Kreisheimatbund Bersenbrück (KHBB) in die Niederlande mit den Zielen Zutphen und Haus Doorn ein. Der Abschluss erfolgte in Gildehaus in der Grafschaft Bentheim. 63 Heimatfreunde aus dem gesamten Altkreisgebiet waren der Einladung gefolgt. Die Leitung der Fahrt hatten der KHBB-Vorsitzende Franz Buitmann und Vorstandsmitglied Heinrich Böning,  der während der Tour fachkundige Erläuterungen zu besonderen Punkten an der Wegstrecke und den vorgesehenen Zielen gab.

KHBB Studienfahrt 1bKHBB-Vorsitzender Franz Buitmann wies eingangs darauf hin, dass die diesjährige Studienfahrt bereits die 57. Sei. Seit 1960 informieren sich die Heimatfreunde des KHBB über interessante Ziele über den Altkreis hinaus.

Erstes Ziel der Studienfahrt war die Stadt Zutphen, gelegen an den Flüssen Berkel und Ijssel, es ist eine der ältesten Städte in den Niederlanden. Eine reiche Geschichte kennzeichnet die Stadt, wovon heute noch zahlreiche Spuren zu finden sind. Reste eines Walles sind noch erhalten, der die Einwohner um das Jahr 900 gegen Angriffe der Wikinger schützte. Nachdem Zutphen als erste Siedlung in Geldern das Stadtrecht erhalten hatte, wurde der Graben vor dem Wall zugeschüttet. Das 14. Jahrhundert wird als das „Goldene Jahrhundert“ bezeichnet. Kaufleute bauten zu der Zeit Bürgerhäuser aus Backstein. Die meisten dieser Häuser gibt es noch heute. Nur die Fassaden sind jüngeren Datums. Besonders sehenswert ist das Berkeltor.KHBB Studienfahrt 1a Es bildete die Verbindung zwischen der Altstadt und der Neustadt. Ab 1312 bildeten die Altstadt von Zutphen und die Neustadt eine Verwaltungseinheit. Die Torbogen konnten in früheren Zeiten beim Ausbruch von Feindseligkeiten geschlossen werden. Auf dem Wehrgang sind Schießscharten und Mordlöcher zu sehen, durch die der Feind mit kochendem Pech übergossen wurde. Unter fachkundiger Führung brachte der Stadtrundgang in drei Gruppen die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt nahe. Nach der Stadtführung wurde noch  ein Blick in die St. Walburgiskirche geworfen. Hier befindet sich die berühmte Henrick-Bader-Orgel. Sie gehört mit ihren prächtigen Renaissanceklängen mit spätbarocken Erweiterungen zu den schönsten Orgeln der Niederlande. Die Kirche wurde wahrscheinlich 1100 erbaut und fünf Jahre später eingeweiht. Die ursprüngliche Basilika bildet den Kern der Kirche.

Das typisch holländische Mittagessen wurde gemeinsam im Ijssel-Pavillon eingenommen. Danach ging die Fahrt weiter zur KHBB Studienfahrt 2Kaiserlichen Exilresidenz Haus Doorn. Dieses Haus ist der ehemalige Wohnsitz von Wilhelm II., dem letzten Deutschen Kaiser und König von Preußen. Die Umstände zwangen ihn, hier sein Quartier zu nehmen. Die Niederlage im Ersten Weltkrieg wurde ihm in Deutschland als persönliches Versagen angekreidet und führte dazu, dass am 9. November 1918 die Republik ausgerufen wurde. Kaiser Wilhelm II. kommt am 11. November 1918 auf Schloss Amerongen, nahe bei Doorn, an, am Tage des Waffenstillstandes, der den Ersten Weltkrieg beendet. Am 28. November 1918 verzichtet der Kaiser offiziell auf den Thron. 1920 zieht er nach Doorn um, wo er 1941 stirbt. Die Einrichtung von Haus Doorn ist noch ganz im originalen Zustand. Hier findet sich der einzigartige Eindruck der verschwundenen Hofkultur des 19. Jahrhunderts. Auf dem Gelände von Haus Doorn befindet sich auch das Mausoleum, in das die sterblichen Überreste des Kaisers nach vorübergehender Beisetzung in der Kapelle gebracht wurden. In der historischen Garage des Gutes wird eine Ausstellung zu Themen wie Krieg, Frieden, Freiheit, Menschenrechte und Bürgerschaft gezeigt. Die KHBB-Heimatfreunde konnten in vier Gruppen unter ausgezeichneter Führung ein Stück deutscher Geschichte nacherleben.

Die Rückfahrt aus den Niederlanden wurde zum Abendimbiss im Hotel Gasthof Hesselink in Gildehaus unterbrochen.  

 

Die Seeterrasse des See- und Sporthotels Ankum bot eine tolle Kulisse für das
Offene Singen des Kreisheimatbundes Bersenbrück (KHBB)

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„Einmal im Jahr lädt der Kreisheimatbund Bersenbrück an wechselnden Orten zum Offenen Singen ein. Damit möchte er alle die zum Mitsingen einladen, die nicht in Chören die Gelegenheit dazu haben. Mit dem Offenen Singen will der Kreisheimatbund vor allem das alte Kulturgut Volkslieder pflegen“, sagte der Vorsitzende des Kreisheimatbundes Bersenbrück (KHBB), Franz Buitmann, in seiner Begrüßung. In diesem Jahr finde das Singen an einem etwas ungewöhnlichen Ort statt, die Seeterrasse des See- und Sporthotels Ankum biete dafür aber eine tolle Kulisse, dem Eigentümer Georg Dobelmann sei für die Bereitstellung ein Dankeschön zu sagen. Dies unterstrich auch der stellvertretende Vorsitzende des gastgebenden Heimat- und Verkehrsvereins, Franz Wellmann, in seiner Begrüßung.

Unterstützt wurde das Singen vom MGV Concordia Ankum unter der Leitung von Gerard van der Nulft, auch mit eigenen Chorbeiträgen, die Moderation hatte Liedervater Carl Bergmann.

Um auch mehrere Strophen der jeweiligen Volkslieder singen zu können, standen die vor einigen Jahren erstellten Liederbücher des Kreisheimatbundes zur Verfügung. Viele konnten allerdings die Lieder auch auswendig mitsingen, schließlich gehörten sie schon einmal zum Stoff in den Schulen. Dieses Kulturgut, so war vielfach zu hören, müsste eigentlich auch heute noch in den Schulen gepflegt werden. Neben den ständigen Besuchern des Offenen Singens des KHBB beteiligten sich auch Hotelgäste und Teilnehmer des nachfolgenden Familien-Programms am See- und Sporthotel am Singen, so dass ein großer Chor entstand. Fehlen im Lieder-Repertoire durften natürlich nicht die speziellen Heimatlieder aus Ankum.

Deutscher Wandertag in Sebnitz

Wanderfreunde aus dem Altkreis Bersenbrück  nahmen am Deutschen Wandertag in Sebnitz/Sächsische Schweiz teil

Der diesjährige 116. Deutsche Wandertag des Deutschen Wanderverbandes (DWV) fand in den Städten Sebnitz und Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz/Elbsandsteingebirge nahe der tschechischen Grenze mit der böhmischen Schweiz statt. Zehntausende von Wanderfreunden aus allen Teilen Deutschlands und auch aus dem europäischen Ausland nahmen an dieser Veranstaltung teil. Wanderangebote und mehrere Veranstaltungen zogen sich über eine Woche hin, auch Wanderfreunde aus dem Wiehengebirgsverband Weser-Ems (WGV), dem Kreisheimatbund Bersenbrück (KHBB) und dem Heimatverein Bersenbrück (HVB) hatten den weiten Weg in den äußersten Süd-Ost-Winkel Deutschlands nicht gescheut. Sie zeigten sich von der beeindruckenden Landschaft, den gut organisierten Veranstaltungen und der großen Gastfreundschaft sehr angetan.

Schon vor der offiziellen Eröffnung des Wandertages nahmen sie an geführten oder selbst organisierten Wanderungen teil, um Land und Leute näher kennen zu lernen, begleitet von herrlichstem Sommerwetter. Zu erkennen waren die Wandertagsteilnehmer unschwer am Wandertags-Maskottchen „Lotte“, in Form eines Plüsch-Blumenmädchens aus der Seidenblumenstadt Sebnitz als Wandertags-Plakette. Auf dem Marktplatz in Sebnitz konnten sich die Gäste während der Zeit des Wandertages auf einer großen Tourismusbörse über die einzelnen Wanderregionen Deutschlands und Teilen Europas informieren. Auf einer Bühne unterhielten Musikkapellen und Chöre die Wanderer mit Beiträgen am laufenden Band, Höhepunkt war der Auftritt der vier sächsischen Bergsteigerchöre.

Nachdem die Wimpel-Wandergruppe des Eggegebirgsvereins aus Paderborn, dem Ort des letztjährigen Wandertages, gebührend empfangen worden war – sie hatten den Verbandswimpel über rund 550 Kilometer nach Sebnitz getragen -, wurde der Wandertag offiziell in der Festhalle des Gymnasiums durch den Präsidenten des DWV, Hans-Ulrich Rauchfuß, und den Bürgermeister von Sebnitz, Mike Ruckh, im Rahmen einer Feierstunde eröffnet.

Teil nahmen die Vertreter des Altkreises Bersenbrück auch an der Tagung der Hauptfachwarte, der Zusammenkunft der Vereinsvorsitzenden und an der Mitgliederversammlung des DWV. Hier wurde eine Resolution „Flüchtlinge willkommen“ verabschiedet.  

Begeistert waren die Teilnehmer von der traditionellen Verbandswanderung, die über den Unger zum Sport- und Freizeitzentrum führte. Auf der Bühne des Marktplatzes präsentierte sich der Veranstaltungsort des nächsten Jahres, die Stadt Eisenach mit der Wartburg, wo unter dem Motto „Auf Luthers Spuren“ der Wandertag vom 26. bis 31. Juli 2017 stattfinden wird. Ausgezeichnet wurden die Wanderwettbewerbsgruppen, im Seniorencafe wurden die ältesten Teilnehmer des Wandertages geehrt.

Zwei Höhepunkte waren ohne Zweifel die Feierstunde mit Bundespräsident Joachim Gauck und dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich, sowie der Festumzug durch die Stadt. Bundespräsident Gauck lobte die ehrenamtlichen Tätigkeiten der Wander- und Heimatverbände, sie seien unverzichtbar für die Gesellschaft. Beim Festumzug durch die Stadt Sebnitz mit vielen tausend Teilnehmern im Zug, ebenso vielen am Straßenrand und mehreren Musikkapellen wurde die Vielfalt des Deutschen Deutscher Wandertag Sebnitz 1Wanderverbandes deutlich. Die Abschlussveranstaltung fand in Bad Schandau am Ufer der Elbe statt, der Wandertags-Wimpel muss nun zum nächsten Austragungsort Eisenach getragen werden. 

 

Am 116. Deutschen Wandertag in Sebnitz/Sächsische Schweiz beteiligten sich auch Wanderfreunde aus dem Wiehengebirgsverband Weser-Ems, dem Kreisheimatbund Bersenbrück und dem Heimatverein Bersenbrück. Mitgliedsvereine und Vorstandsmitglieder des WGV waren beim großen Festumzug durch die Stadt Sebnitz dabei.Deutscher Wandertag Sebnitz 2

Zu einem Erinnerungsfoto bei einer Pause auf der Verbandswanderung in Sebnitz stellten sich der Präsident des Wiehengebirgsverbandes Weser-Ems, Ulrich Gövert (1. von rechts), der Vorsitzende des Kreisheimatbundes und Heimatvereins Bersenbrück, Franz Buitmann (1. von links), zusammen mit dem Präsidenten des Deutschen Wanderverbandes, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß (2. von rechts) und Christine Lieberknecht, ehemals Ministerpräsidentin von Thüringen und jetzt Präsidentin des Landesverbandes Thüringen im Deutschen Wanderverband, dem Fotografen.

 

      Alle Wege führten nach Schwagstorf

Sternwanderung des Kreisheimatbundes Bersenbrück auch per Fahrrad möglich

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Stolz auf ihre Wimpel sind die Wanderführer und Gäste der Sternwanderung des Kreisheimatbundes Bersenbrück (KHBB).
Foto: Erika Schwietert

jesc Schwagstorf. Auf fünf Wegen machten sich die Heimatfreunde bei der Sternwanderung des Kreisheimatbundes auf nach Schwagstorf. Zwei Rundwanderungen mit Start Heimathaus Schwagstorf und Ziel Hof Möller ergänzten das attraktive Angebot.

Der Kreisheimatbund Bersenbrück (KHBB) hatte zusammen mit dem Heimatverein Schwagstorf auf den Hof Möller in Schwagstorf eingeladen. Zwischen 9.30 und 10 Uhr machten sich die Heimatfreunde in Bippen, Hollenstede, Merzen, Ankum und Fürstenau auf den Weg. Zwei Radwanderungen ergänzten die passenden Angebote.

Von Schwagstorf aus führte Augustinus Glins und Josef Nichting die Radwanderer über 36 Kilometer in die Nachbargemeinden. Es ging über Döllinghausen, vorbei am ehemaligen Rittergut Schlichthorst über Höckel und Berghüsen zum Voltlager Heimathaus. Nach einer Rast führte der Weg weiter durch das Wiechholzer Moor, Losekamp und Kellinghausen zum Ziel, dem unter stattlichen Kastanien und Eichen liegenden Hof Möller am Zwister Weg. Dort gab es ebenso wie für die anderen Wanderer eine schmackhafte, von der Krankenhaus küche in Ankum zubereitete Erbsensuppe sowie kühle Erfrischungsgetränke für die Wanderer.

Eine Fußwanderung führte von Bippen unter Leitung von Werner Hollermann durch die Maiburg und durch das Quellgebiet der Muckenbecke. Hollermann wies auf Besonderheiten am Weg hin, ging dabei auf die Schwagstorfer Tür in der Bippener Kirche ebenso ein wie auf die Hünensteine. Die Hollensteder unter Regie von Stefan Achteresch nutzen, so weit wie möglich, den ehemaligen Kirchweg nach Schwagstorf. Von Fürstenau aus führte Sebastian Jülich die Wandergruppe durch das Tal des Fürstenauer Mühlenbaches und durch die Ausläufer des Stönnebergs zum Ziel.

Der Vorsitzende des Heimatvereins Schwagstorf, Peter Krehe, ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit Heinrich Redeker eine Gruppe in weitem Umkreis halb um Schwagstorf zu führen. Und es gab noch eine zweite Randwanderung – und zwar von Ankum über Wes teroden, Plaggenschale und Döllinghausen unter der Leitung von Karl Wanstrath nach Schwagstorf.

Am Ziel waren sich alle Wanderfreunde einig. Der westliche Teil des Altkreises Bersenbrück ist eine abwechslungsreiche und schöne Landschaft mit Kulturdenkmälern sowie schönen Wäldern, Wiesen und Feldern, wobei die Felder oft mit der Monokultur Mais und viel zu nah an Wegesrändern bestellt werden.

Nach kräftiger Stärkung warteten die Wimpelträger aus den Heimatvereinen auf die Übergabe der Wanderwimpel, die zur Erinnerung herausgegeben werden. Franz Buitmann, Vorsitzender des KHBB, hieß unter den Wanderern und Gästen besonders Ehrenmitglied Herbert Joseph mit Frau Maria und Werner Beermann vom Heimatbund Osnabrücker Land willkommen.  Samtgemeindebürgermeister  Benno Trütken brachte seine Verbundenheit mit den Wanderern zum Ausdruck. Besonders die Frühwanderung am 1. Mai morgens um sechs Uhr sei immer eine bleibende Erinnerung.

Ulrich Gövert, Präsident des Wiehengebirgsverbandes (WGV), lud zur Sternwanderung des WGV am 12. Juni in Spenge ein. Franz Buitmann dankte besonders den Wanderführern sowie der Familie Kemme-Möller für die Gastfreundschaft, dem Heimatverein Schwagstorf mit Peter Krehe an der Spitze für die Logistik und den Voltlager Heimatmusikanten für die musikalische Unterstützung. Am frühen Nachmittag ging es zum Teil zu Fuß, zum Teil in Fahrgemeinschaften wieder zurück in die Heimatorte.

Frühwanderung durch die MaiburgMaiwanderung 2016

Heimat- und Wanderfreunde des Kreisheimatbundes begrüßten den Mai

Förster Ulrich Hoffmann (vorne) zeigte den Wanderern die Sehenwürdigkeiten in der Maiburg. Foto: Buitmann

bn Altkreis Bersenbrück. Mit dem Lied „Der Mai ist gekommen“ begrüßten Heimat- und Wanderfreunde des Kreisheimatbundes Bersenbrück (KHBB) auf ihrer Frühwanderung den Wonnemonat Mai.

„Zu einem Muss für die Heimat- und Wanderfreunde im Kreisheimatbund Bersenbrück (KHBB) gehört die traditionelle Frühwanderung am 1. Mai in der Maiburg bei Bippen“, sagte KHBB-Vorsitzender Franz Buitmann bei der Begrüßung der rund 60 Teilnehmer. Frühmorgens um 6 Uhr fanden sie sich am „Maiburger Hof“ im Zen-trum von Bippen ein. Unter Leitung des Vorsitzenden des Heimatvereins Bippen, Werner Hollermann, und des Försters Ulrich Hoffmann machten sich die Wanderer auf den Weg in die Maiburg. Auf der gut zweistündigen Wanderung durch die zum Teil bereits ergrünten Waldungen gaben Hollermann und Hoffmann fachkundige Erläuterungen zu den Sehenswürdigkeiten am Wege, vor allem zum alten Baumbestand und seiner Geschichte. Wo heute Fischteiche für die Angelsportfreunde sind, gab es früher Weiden für die Rinder. Besonders die Auswirkungen der Eiszeit sind in der Maiburg bis heute zu entdecken, wie zum Beispiel die Tangen, schmale, tief eingefräste Bachläufe. Ein besonderer Blickfang war der neu angelegte Kinderspielplatz, dessen Entstehung Bippens Bürgermeister Helmut Tolsdorf erläuterte.

Am Ende der Wanderung dankte der KHBB-Vorsitzende für die äußerst interessanten Ausführungen der beiden Leiter. Dann stimmte er unter dem Dach grüner Buchen das Lied „Der Mai ist gekommen“ an, ohne das eine Frühwanderung nicht enden dürfe.

KHBB aktuell - Die Projekte des KreisheimatbundesLiteraturarchiv

Literaturarchiv in Kisten verpackt
Bis zur Wiedereröffnung kann es nicht genutzt werden

Das Literaturarchiv, das im Obergeschoss des Kreis- museums untergebracht war, haben Vorstandsmit- glieder in Kisten verpackt. Bis zur Wiedereröffnung wird es in der KHBB- Geschäftsstelle im Alten Rathaus in Bersenbrück gelagert.

 

Zur Zukunft des Kreismuseums: KHBB lädt zur Arbeitstagung

Der Kreisheimatbund Bersenbrück (KHBB) lädt Mitglieder und Interessierte am Mittwoch, 27. April, um 18 Uhr im Heimathaus Feldmühle in Bersenbrück ein. Im Mittelpunkt steht die geplante Umstrukturierung des Museums des Landkreises Osnabrück in Bersenbrück, des Kreismuseums. Seit 1. Januar ist das Museum geschlossen, zurzeit werden die Exponate ausgelagert. Dazu gehört auch das Literatur-Archiv des KHBB, das bisher im Obergeschoss des Museums untergebracht war. Vorstandsmitglieder haben das Material in Umzugskartons verpackt, es wird bis zur Wiedereröffnung des Museums in einem Raum des Alten Rathauses Bersenbrück neben der hier eingerichteten Geschäftsstelle des KHBB zwischengelagert. Es kann während dieser Zeit nicht genutzt werden.

An der Arbeitstagung werden Burkhard Fromme vom Kulturbüro des Landkreises und Arnold Beuke über den Stand der Planungen zur Umstrukturierung des Kreismuseums berichten.

Gegebenenfalls können noch weitere Themen aus der Heimatarbeit angesprochen werden, informiert wird auch über anstehende Projekte des Kreisheimatbundes Bersenbrück.

 

Nachdem das Projekt Aussichtsturm in Ankum-Tütingen nicht realisiert werden konnte, befindet sich das Nachfolge-Projekt Aussichtsplattform an gleicher Stelle auf einem guten Wege. Bei einer weiteren Besprechung im Gasthof „Grüner Wald“ mit allen am Projekt Beteiligten konnte Architekt Ludger Frye einen ersten Planentwurf vorlegen, der im Wesentlichen akzeptiert werden konnte. Inzwischen liegt auch eine korrigierte Fassung vor. Der Vorsitzende der Stadt- und Kreisarchäologie, Bodo Zehm, wird sich an der weiteren Planung beteiligen.

Die Absprachen mit den KHBB-Mitgliedsvereinen bezüglich der Radwegvariante des „Bersenbrücker-Land-Weges“ sind erfolgt, Projektleiter Winfried Meyer bereitet zusammen mit weiteren Fachleuten eine neue Übersichtskarte vor.

Das Buch-Projekt „Memoiren Professor Eberhard Ostendorff“ hatte sich verzögert:
Das Buch wird unter dem Titel “Eberhard Ostendorff - Erinnerungen eines alten Hochschulprofessors” am Dienstag,
5. April 2016 um 18 Uhr der Öffentlichkeit vorgestellt und ist damit im Buchhandel und beim KHBB für 12,90 € zu erwerben.
Für die Bearbeitung gebührt Dr. Rainer Drewes, Dr. Martin Espenhorst und Heinrich Böning besonderer Dank.

Ein KHBB-Arbeitskreis bereitet die „Schulgeschichte des Altkreises Bersenbrück – Teil II“ auf. Das Erscheinen des Buches ist für Ende 2016 geplant.

Das Heimat-Jahrbuch 2016 mit dem Schwerpunkt „Familien- und Hofgeschichte“ ist erschienen und kann beim KHBB erworben werden.

Im Rahmen der Plattdeutsch-CD-Reihe „Lustern un Schmüstern“ ist nun bei den vorgesehenen Jahreszeiten-CDs die Ausgabe „Sommertied“ in Vorbereitung.

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Kurzbeschreibung

Das neue Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land  hat als Schwerpunktthema den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturwandel im Osnabrücker Land seit dem 19. Jahrhundert.

 Strukturwandel im
19./20. Jahrhundert in Landwirtschaft, Handwerk, Gesellschaft

2016-002

Hof-und Familiengeschichte
Heimat-Jahrbuch
Osnabrücker Land 2016