
Arbeitstagung der Heimatvereine und des KHBB in Alfhausen
Im Mittelpunkt der Arbeitstagung des Kreisheimatbundes Bersenbrück (KHBB) standen die Sachstandsberichte
zu den aktuellen Projekten Erfassung der plattdeutschen oder niederdeutschen Dialektik,
Einrichtung des Wanderweges Bersenbrücker Land-Weg und die Erfassung der Kriegsdenkmale.
Das Wichtigste gleich vorweg. Alle drei Projekte befinden sich auf dem Weg der Realisierung.
Wir veranstalten diese Arbeitstagung, um ausführlich über unsere Arbeit zu berichten und um
vor allen Dingen einen Meinungs- und Informationsaustausch mit unseren angeschlossenen
Heimatvereinen zu haben“, betonte der Vorsitzende Franz Buitmann (Bersenbrück) bei der Begrüßung im Heimathaus Alfhausen.
Konrad Niers, Vorsitzender des Heimatverein Alfhausen informierte über das Tagungsgebäude, einem
denkmalgeschützten Heuerhaus aus dem Jahre 1793. Dieses Haus habe der Verein in Heeke abgebaut
und in Alfhausen im Pfarrgarten wieder aufgebaut. Seit 1995 hat der Verein dort sein schmuckes, auch für Hochzeiten genutztes Domizil. Weiterhin wurde die alte Schmiede, schräg gegenüber dem Heimathaus wieder aufgebaut. Die dort angebotenen Schmiedekurse werden gut angenommen.
„Die plattdeutsche Sprache zu erhalten, ist schon immer unser Anliegen gewesen“, führte Franz Buitmann in
das erste Thema ein. Die Plattdeutscherfassung hat Modellcharakter mit Bedeutung weit über die Region hinaus.
Inzwischen haben etwa ein Drittel der Heimatvereine ihre vor Ort gesprochene Dialektik erfasst.
dabei die vorgegebenen Sätze und Kurzgeschichten übersetzt und auf Tonträger dokumentiert. Ergänzt werden die Aufnahmen mit plattdeutsche Märchen und Sagen aus der Region, die zu einem Hörbuch verarbeitet
werden sollen.
„Wir hoffen, möglichst viele Heimatvereine für das Projekt gewinnen zu können. Wenn wir unsere
Muttersprache nicht jetzt erfassen, kann es in ein paar Jahren zu spät sein. Immer mehr ortsgebundene
Ausdrücke gehen verloren“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Schwietert (Fürstenau),
der für dieses Projekt verantwortlich ist. Er bat die Heimatvereine, in ihren Bemühungen,
den Sprachschatz zu erhalten, nicht nachzulassen. Die Aufnahmegeräte sind nach wie vor bei ihm zu erhalten. Es wäre schön, dieses Projekt im Laufe des Jahres abschließen zu können.
Bereits vor drei Jahren begann der Vorstand nach der Anregung eines Heimatfreundes mit der Planung des Bersenbrücker Land Weges, informierte Franz Buitmann. Die Heimatvereine unterstützen das Projekt.
Sie haben die Wege erarbeitet und dem KHBB gemeldet. Der Verlauf des 350 Kilometer langen Wanderweges
steht in etwa fest. Jetzt müssen die Fachleute die Feinarbeiten, die der KHBB nicht leisten kann, erbringen.
Deutlich wurde, dass es ohne diese Fachkräfte nicht geht. Ein weiterer Punkt sei die Finanzierung.
Der KHBB ist dabei auf weitere Unterstützung angewiesen. Und wenn dann sichergestellt ist, dass der Weg in das Tourismuskonzept des TOL passt, eine Wertschöpfung oder moderner gesagt, die Nachhaltigkeit erkennbar ist,
steht einer Realisierung mit Wanderkarte und Wanderführer wohl kaum noch etwas im Wege.
Über die Erfassung der Kriegerdenkmale von 1870/71, 1914/18 und 1939/45 informierte Heinrich Böning (Quakenbrück). Festgehalten werden sollen Initiator und Aufsteller, Bauleute und Künstler sowie Veränderungen (wir berichten demnächst detailliert). Mit einem Hinweis auf die nächsten Termine, darunter die Sternwanderung in Settrup am 6. Juni, und auf die bevorstehenden Publikationen endete Buitmann. Der zweite Band des Reprint „Am heimatlichen Herd“ wird im Herbst erscheinen. Weiterhin wird der zweite band der Schulgeschichte im Bersenbrücker Land vorbereitet. Abschließend wies Geschäftsführer Winfried Meyer auf ein neues Angebot für die Heimatvereine hin. Der KHBB unterstützt sie beim Verkauf neuer Bücher. Weitere Informationen sind bei den Vorstandsmitgliedern zu erhalten.
Vorsitzender Franz Buitmann (rechts) informierte über den Planungsstand des Wanderweges Bersenbrücker Land Weg.
Foto: Jürgen Schwietert
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